Philosophie

Grüß dich! 

Wir sind Johanna und Alex, Gründer von wildhüterlinge.

 

Wir nehmen mal an, dass du hier vorbei gekommen bist um mehr über das Projekt zu lesen - genauer gesagt über unsere Philosophie. Sehr gern! Eine Philosophie beschreibt eine Betrachtungsweise bzw. in diesem Falle unsere Grundeinstellung zum Thema. Das ist sehr persönlich und nicht immer leicht in Buchstaben auszudrücken, aber wir möchten es versuchen. Danke, dass du dir Zeit dafür nimmst! 

 

Nun, in erster Linie ist es uns wichtig, dass es hier nicht um eine Religion geht. Zwar stimmt es, dass viele alte Traditionen mit religiösem Gedankengut verknüpft sind - da gab es Götter, heilige Erde und Feiertage - aber darauf möchten wir nicht eingehen. Unsere Ahnen, Vorfahren bzw. das bunte Menschenvolk im alten Europa hatte einen tiefen Bezug zur Natur und personifizierte viele Ereignisse. Sie gaben Dingen einen Namen - wohl um Phänomene in eine menschliche Vorstellungskraft zu bringen. Diese Verbindung möchten wir herstellen, festigen oder wiederentdecken. Dabei möchten wir Brücken bauen und alte Gedanken in die neue Welt bringen - vor allem auch Stadtbewohnern einen Zugang ermöglichen! 

Immer mehr Menschen suchen nach Naturverbindung - auf sehr bunte Art und Weise. Einige über eine vegetarische oder vegane Ernährung, manche durch ZeroWaste Gedanken, den Kauf von naturnahen Alltagsmaterialien, sie beziehen Ökostrom oder kaufen nachhaltige Kleidung. Manche Menschen besuchen Survivalkurse oder machen Camping. Dieses grüne Bedürfnis hat auch die Wirtschaft schon bemerkt - öko ist in vielerlei Hinsicht in Mode. Das ist total fein! Woher kommt das? Nun weit über 95% des menschlichen Daseins fand draußen in der Natur statt. Der Waldrand - mit allen Jahreszeiten, Wettererscheinungen, Tieren und Schicksalen - war (und ist) unser artgerechter Lebensraum. Wir erlebten "harmonische Polarität" (Storl) von Tag und Nacht, Regen und Trockenzeit, Hitze und Kälte, Winter und Sommer, Leben und Tod. Heute gehen diese Pulsationen oft durch moderne Einflüsse verloren. Etwa spüren wir die Temperaturunterschiede weniger, weil wir Fußbodenheizungen und Kunststofffenster haben, erleben den Winter nicht mehr als gefährliche Jahreszeit, auf die wir uns vorbereiten müssen. 

Wenn wir uns aber wieder mit den Jahreszeiten beschäftigen und auf Spurensuche in der Geschichte Europas gehen, stillen wir die aktuell aufkeimende Sehnsucht nach Natur, Heimat und Naturverbundenheit.  

 

Im alten Europa betrachteten die Menschen den Verlauf eines Jahres als Kreis mit acht Speichen - also in acht Achterl unterteilt. Jedes Achterl hat ganz eigene Stimmungen, die meist mit Besonderheiten in dieser Zeit einhergehen. Durch diese Aufteilung waren Sonne und Mond bedeutungsstarke Ankerpunkte. Mit diesem Rad möchten wir uns gemeinsam beschäftigen. Gleich ein Hinweis für alle, die nicht auf uns warten, sondern schon mal tun möchten: Die Natur sperrt Zeit nicht in Käfige. Oft ist ein Datum kein Termin, sondern eine Atmosphäre, eine kleine/große Jahreszeit. Mach dir also keinen Druck, sondern erlebe einfach. 
Wir freuen uns darauf dich bald nicht nur auf Facebook, sondern auch durch Bildungsangebote zu begleiten. 

 

Zuvor gehen wir noch auf eine letzte Frage ein: "wildhüterlinge" - warum gerade dieser Projekttitel?
Also zugegeben, wir haben lange überlegt, denn wir wollen keinesfalls zu esoterisch an die Sache heran gehen - erst dachten wir an den Namen "lichtkinder" mit welchem wir das Projekt auch starteten. (Das Licht war für unsere Vorfahren in alter Zeit unfassbar wichtig und etwas ganz besonderes.) Noch immer ist die Kritzelsonne unser Symbol. 

Letztlich möchten wir aber das Wilde in uns Menschen hüten - den Bezug zur Natur, das freie, verbundene Leben mit dem Jahreskreislauf. So kam`s zu unserem Namen.  

 

 

Wir brauchen ein wenig Zeit um unsere Webseite fertigzustellen. Derzeit befindet sich das Projekt im Aufbau. Der Start ist für 2020/2021 geplant! Bis dahin sind wir auch auf Facebook unter #lichkinder.at für dich da. Und hier unten im Slider kannst du dir ein paar Impressionen aus unseren letzten Monaten ansehen und wir möchten uns kurz vorstellen. 

 

Alles Liebe!

 

 

 

 


Johanna (Rabenlicht)
Ich bin Elementarpädagogin mit rund 12 Jahren Praxiserfahrung in Familien- und Kleinkindergruppen, Gründerin und Geschäftsführerin des Bildungsinstituts jobs|mit|herz GmbH (2012) und Lebens- und Sozialberaterin bzw. Absolventin mehrerer Lehrgänge (AUT/GER) mit bindungs- und beziehungsorientierter bzw. psychotherapeutischer Grundlagen. Seit 2012 gehe ich den Weg der Natur- und Wildnispädagogik. Außerdem bin ich Mama von zwei (8, 10) großartigen Kindern.


Alexander (Brummender Habicht)

Mein Weg zurück zur Natur des Menschen begann schon früh mit der Ausbildung zum Tischler, seit 2016 beschäftige ich mich mit der Natur- und Wildnispädagogik. Meine Arbeit als Falkner ist eine absolute Herzensangelegenheit. Ich bin Papa einer Teenagertochter (14) auf die ich sehr stolz bin. Gemeinsam mit Johanna und ihren beiden Kindern lebe ich am Stadtrand von Wien.